Diese Karte kommt zu früh, ist überhaupt nicht durchdacht: 1. Name und Design sind völlig deplatziert. 2. Automatische Verlängerung geht einfach nicht – Kunde muss aktiv werden, wenn er es nicht will. Warum nicht schon bei der Bestellung ankreuzen, ob man das will oder nicht? 3. Das Handling ist ja völlig kompliziert, wenn jede Karte eingelesen werden muss, Das dauert viel zu lange. 4. Datenschutz ist problematisch. Speicherung der Bewegungsdaten darf nicht sein. ID ist mit Kunden verknüpft. 5. Abwertung der Zugbegleiter: Die lesen einfach nur noch die Kärtchen in ihren Scanner und der sagt dann, ob es gültig ist. Was ist bei fehlender Datenverbindung oder Serverausfall? Das ganze ist ja nur ein Schritt, die RFID Technologie zeigt es klar, zum total automatischen Billett. Da braucht es dann keine Zugbegleiter mehr und der Datenschutz ist dann völlig im Eimer. Nein, in dieser Form darf die Karte nicht kommen.
1. Das der Kunde aktiv werden muss, wenn das Abo nicht verlängert werden soll, ist nicht kundenfreundlich. Wenn also ein (kurzer) Unterbruch gewünscht wird, dann muss man kündigen. Auch das ist nicht kundenfreunlich. Diese „Lösung“ ist nur vom Heruasgeber gedacht, aber nicht vom Kunden. 2. Die Kontrollzeit wird zu gross. Die Zugbegleiter haben da ja auch schon entsprechende Kritik angemeldet. Diese Lösung ist schlicht nicht durchdacht und zusätzlich nicht kundenfreundlich. 3. Die ID der Karte ist selbstverständlich mit den Daten des Kunden auf dem Server verknüpft und bei der Kontrolle werden Datum, Zeit, Zugnummer gespeichert. Somit kann problemlos ein Bewegungsprofil erstellt werden. Sobald Daten erhoben werden, können diese mit anderen verknüfpt werden – eben ein Datenschutzproblem. Auch das ist hier nicht wirklich durchacht. 4. Wenn der Scanner nicht auf Datenverbindung angewiesen ist: Wie soll dann die Gültigkeit einer Karte kontrolliert werden? Summa: Die Karte ist nicht wirklich durchdacht, hat zu viele Mängel und ein Sicherheitsproblem dazu. Dass man das nun so schnell unbedingt durchboxen will, ohne vorher eine Kundenbefragung zu machen, gehört wieder ins gleiche Kapitel: Ist überhaupt nicht kundenfreundlich. Der Kunde scheint nur noch Manipuliermasse zu sein, aber längst nicht mehr König.
Die Daten von 445’000 GA und 2,3 Mio Halbtax-Abos auf dem Scanner. Sorry, aber das glaub ich nun wirklich nicht.
Warum fehlen auf der Karte Ablaufdatum und Typ der Karte (GA oder Halbtax)?
Aber auf dem Server ist die Karten-ID mit dem Kunden verknüpft. Damit kann dann das Profil hergestellt werden.
Warum werden eigentlich weitere kritische Fragen und Kommentare auf dem Blog zum SwissPass nicht freigeschaltet? Was bedeutet das?
Unterdessen sind ja auch anderenorts viele Kritiken zu dieser Karte geäussert worden. Die Karte weist zu viele Mängel auf, als dass sie so eingeführt werden kann. Oder sollen diese Kritiken alle einfach unberücksichtigt sein und wird der VÖV in seiner monopolistischer Stellung einfach unbeachtet ausnützen?
Was das Zugpersonal auf dem Lesegerät sieht, ist nicht das Problem. Mit dem Einlesen der ID werden Datum, Zeit und Zugnummer (oder noch mehr) an die Datenbank gesendet und dort gespeichert. Somit ist klar ist ein Profil des Benutzers hergestellt: Herr X oder Frau war zu diesem Zeitpunkt in diesem Zug. Das ist datenschutzmässig eben bedenklich.
Dazu sagten Sie auch, es sei keine Datenverbindung nötig. Wie soll denn die Datenbankabfrage funktionieren? Und dass auf dem Scanner die Gültigkeit von 445’000 GAs und 2.3 Mio Halbtax Abos gespeichert sein soll, ist kaum wahr.
Und die Verwaltung der Karte allein über das Internet ist wiederum nicht kundenfreundlich. Ich muss also ins Portal gehen, wenn ich zB. die Gültigkeit überprüfen will.
Nochmals und immer wieder: Diese Karte ist nicht praxistauglich – da gibt es zu viele Mängel. Und da den Kunden auch keine Alternative angeboten wird, ist die ganze Übung abzubrechen.
Zusammenfassend: Es sind noch zu viele Punkte und Fragen unklar und ungeklärt. Darum scheint mir die Einführung ab Juni 2015 zu früh und dazu nicht kundenfreundlich. Es gibt nicht einmal mehr eine Alternative zu dieser Karte – wer ein GA oder Halbtax will, muss genau diese Karte akzeptieren. Es ist stossend und störend, dass die ÖV-Kunden nicht mehr wirklich ernst genommen werden.
Der sog. Swiss Pass ist ja auch nicht für die mehr Kundenfreundlichkeit der Reisenden und einfachere Kontrolle durch das Bahnpersonal entwickelt worden, sondern für IT, Datensammlung und Bequemlichkeit – heisst Rendite und Vorteil für die Herausgeber.
Wirklich? Pionier-Kunden sollten doch das System testen – aber man lässt sie unkontrolliert durch. Ein solcher „Test“ passt aber perfekt zu diesem völlig absurden SwissPass. All die vielen Reklamationen von verschiedensten Seiten (auch intern) blieben einfach unberücksichtigt und man „stiert“ das einfach durch. Die Kunden haben keine Wahl und die Zugbegleiter werden am völlig unverhältnismässigen Aufwand verzweifeln.