E-Biker machen Wanderern den Platz streitig

external_linkE-Biker machen Wanderern den Platz streitig

Toleranz und Rücksichtnahme – ja klar. Aber die werden immer nur von den andern eingefordert, aber diese dann selber leben, ist ganz etwas ganz anderes. Mountainbiker gehören mM nach nicht auf Wanderwege, besonders dort nicht, wo diese steil und schmal und die Fluchtwege für die Wanderer sehr begrenzt sind. Ich habe leider zu oft erlebt, wie man von hinunterbrausenden Biker flüchten musste. Hinauf sind sie ja viel langsamer – sehr oft nehmen sie aber dafür die Seilbahn.

Nachtruhe ist wichtiger als Kuhglocken

external_linkNachtruhe ist wichtiger als Kuhglocken

Das wäre doch etwas für einen Startup: Kuhglocken, die sich ab 22 Uhr stumm schalten und ab 7 Uhr wieder bimmeln. Wir wohnen hier auch neben einer Weide mit Kuhglockengebimmel – ich wüsste nicht, warum ich da schlechter schlafen sollte. Die Kühe waren ja wohl *vor* den Zuzügern da. Einfach nur lächerlich, so was.


Es geht ja nicht um „tun und lassen, was er will“ – sondern nur darum, dass die Kühe Glocken tragen, wie vorher und wie schon immer.

Die BLS wird Kulturland brauchen

external_linkDie BLS wird Kulturland brauchen

Wird das Ganze nun (doch) zu einer Übung nach dem Motto, ausser Spesen, nichts gewesen? Man hält also am Überbauen von Kulturland fest, obwohl es Industriestandorte gibt, die nicht oder kaum mehr gebraucht werden? „Recycling“ von bereits überbautem, aber nicht mehr verwendeten Boden solle es also nicht geben? Hat die „Begleitgruppe“ wirklich ihre Arbeit getan? Ich habe meine grossen Zweifel.

Stoller kehrt der Kirche den Rücken

external_linkStoller kehrt der Kirche den Rücken

Die Haltung der Kirchgemeinde kann ich nachvollziehen – die Kirche als Gebäude ist nun mal nicht irgend ein Mietobjekt und wenn eine Trauerfeier dort stattfinden soll, dann auch mit einem Pfarrer dieser Gemeinde. Dazu weiss ich auch nicht, warum die Orgel, die das Instrument der Kirche ist, nicht vorkommen soll und nur Konservenmusik gespielt werden soll. Ich war kürzlich an einer „Trauerfeier“ in einer Friedhofskapelle mit einem sogenannten Trauerredner. Es war furchtbar – die Oberflächlichkeit und Floskeln waren kaum auszuhalten. Kirchenaustritte sind nicht damit zu verhindern, wenn einfach alles und jedes erlaubt sein soll. Was kommt dann als nächstes?


Da stimmt verschiedenes nicht: Die Kosten werden nicht aus den Kantons-, sondern aus den Kirchensteuern finanziert – und die werden Sie als Atheist ja wohl kaum bezahlen. Eine Bestattung in der Kirche ist keine weltliche, sondern eine kirchliche Feier – sonst muss man dazu wirklich das Sääli im Bären mieten

Postauto testet bargeldloses Billettsystem

external_linkPostauto testet bargeldloses Billettsystem

Variable Preise sind alles andere als kundenfreundlich – sie sind völlig intransparent und wenn man dann erst noch NACH der Reise zahlt, hat man überhaupt keine Kontrolle mehr. Nein, liebe SBB und liebe POST – so nicht! Service public mit Monopolstellung sollen nicht nach marktwirtschaftlichen Kriterien geführt sein, weil der Kunde ja keine Alternative hat für den Transport. Darum sind fixe und klare Preise im VORAUS Schutz für den Kunden – und auch Einsprachmöglichkeit für den Preisüberwacher.


Ja genau, der Swisspass hat ja sehr deutlich gezeigt, was „freie Wahl“ ist

Wie die Simmental-Autobahn scheiterte

external_linkWie die Simmental-Autobahn scheiterte

Auch wenn heute das Verkehrsproblem im Simmental ja nicht unbeträchtlich ist, war der Verzicht auf die Autobahn richtig. Es war aber nicht primär ein politisches Einsehen, sondern die Natur mit ihrer komplexen Geologie hat den Ausschlag gegeben. Wenn ich die engen Täler (Simmental und Vallée de la Lienne) denke, die heute mit einer Autobahn verschandelt wären – grässlich.

Tod und Hass dem Swisspass

external_linkTod und Hass dem Swisspass

Schon bei der Ankündigung wurden von Kunden, vom Personal, vom Konsumenten- und Datenschutz grobe Mängel beim Swisspass festgestellt. Aber auf alle diese Kritiken wurden nicht eingegangen, das Projekt wurde durchgeboxt ohne Alternative. Und ein paar Monate später wird jetzt schon der „Swisspass“ für das Mobiltelefon angekündigt – also ist die Karte doch ein Flop? Auch wurde schon vom kontaktlosen Billett geschwärmt, dass das Ein- und Aussteigen registriert und erst dann die Rechnung für die gefahrene Strecke auslöst. Die Tendenz ist mehr als deutlich: Erfassen von noch mehr Daten – aber selbstverständlich wird es PR-mässig einmal mehr als „mehr Komfort“ für den Kunden verkauft.


Zu erstens: Was hat die Grundversorgung, die wirklich Top ist, jetzt mit dem Swisspass zu tun?.

Zu zweitens: Nur ist die SBB der aller grösste Partner von VöV und damit mehrheitsbestimmend.

Zu drittens: Die blauen Karten mussten nicht jedes Jahr weggeworfen werden – es gab Halbtax, die waren 3 Jahre gültig.

Es ist also kein Hasskommentar, sondern zeigt die von Anfang geäusserte Kritik, die in keinster Weise berücksichtigt wurde.


Eben ja, das ist ein grosser Unterschied: Bei der Migros kann ich ohne Cumulus einkaufen, bei Coop ohne Supercard und ohne, dass ich dann das Doppelte bezahlten muss. Ich kann eine andere Suchmaschine als Google verwenden. Beim ÖV kann nicht nicht wählen, ich muss diesen unsäglichen Swisspass nehmen – oder ich bezahle viel viel mehr ohne GA oder Halbtax.


Ich finde den Swisspass – wie hier schon beschrieben – ein völlig verunglücktes Projekt. Die Alternative aber in der Privatisierung der Bahn zu suchen, wäre die noch viel schlimmere Katastrophe. Die Rosinenpickerei würde überhand nehmen und dann gäbe es nur noch Linien, die rentieren – Randregionen gingen da völlig vergessen. So etwas kann man in unserem Land definitiv nicht einführen – Grossbritannien zeigt, welche fatalen Konsequenzen die Privatisierung bringt. Im Service public sind Monopolbetriebe richtig – nur muss mit diesem Monopol verantwortungsvoll umgegangen werden und immer noch der Kunde im Mittelpunkt stehen. Das scheint mir bei der SBB nicht mehr der Fall zu sein.


„Natürlich ist der SwissPass eine Datenkrake – was anderes kann / soll sie ja auch gar nicht sein!“ Aber nun wirklich ein sehr einleuchtendes Argument – wenn es die anderen alle tun soll es auch die SBB. Doch warum? Wozu? Kommt mir immer so vor: Es liegt ja schon Abfall im Wald, kippen wir unseren auch noch dazu, spielt ja keine Rolle. NEIN, es braucht nicht immer noch MEHR Datenkraken – jede, die verhindert werden kann, ist eine Möglichkeit von Datenverknüpfungen weniger – und das ist ein Beitrag zu unserer Sicherheit. Die Vergleiche mit der DB sind auch wirklich kein Argument – es geht hier nicht um Verspätungen und um WLAN – sondern um den unsäglichen Swisspass, nichts anderes.


„Im Zug ein- und auschecken und das Billett nach der Fahrt per Rechnung bezahlen“. Nein, das wird man nicht können, dieser Ansatz führt nicht weiter. Erstens wird er mit dem Datenschutz nicht zu vereinbaren sein – da werden zu viele sensible Daten generiert (Bewegungsprofil). Und zweites ist auch ein Einwand vom Konsumentenschutz wichtig: Ich will *vor* meiner Reise wissen, was es kostet, nicht erst später mit der Rechnung.


Teuer ja – aber auch das ist relativ. Grottenschlecht – nein, das stimmt so wirklich nicht. Klar gibts immer wieder Störungen – bei dieser hohen Fahrplan- und Zugdichte haben kleine Ursachen sofort grosse Auswirkungen. Und die Technik ist nie zu 100% zuverlässig – Ausfälle jeglicher Art sind immer wieder möglich. Die Komplexität der Technologie und Informatik ist enorm und Störungsbehebung geht nicht immer einfach nur auf Knopfdruck. Aber an der Kundenfreundlichkeit muss wieder dringend gearbeitet werden – auch eine Aufgabe des Managements – die Bahnkunden müssen im Mittelpunkt stehen und PR muss richtig und kompetent informieren und nicht Dinge einfach weglügen.