Anstiftung zur Unmündigkeit

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Der Artikel ist mir zu oberflächlich. Wenn man schon vorgibt, herausgefunden zu haben, dass der Begriff „Sexismus“ unklar verwendet wird, dann soll man dann auch Vorschläge liefern, wie man ihn wieder schärfen kann – „entsorgen“ ist die schlechteste, aber natürlich bequemste Lösung. Die Problematik der Komplimente macht es nötig, diese auch im Kontext (Ort, Stimmung, Körperhaltung, Tonfall usw) zu betrachten und erst dann im der Problematik von Sexismus zu diskutieren. Ich habe jedenfalls nirgends eine Wortmeldung gefunden, dass Komplimente grundsätzlich sexistisch seien und darum sind diese für die Abschaffung des Begriffs Sexismus auch so der völlig falsche Ansatz. Aber eben – plakative Argumentation im dualistischen Sinn sind medienwirksam – auf „Twitter wie bei „dem Bund“.

Überraschende Unterstützung für Bersets Sprachendiktat

external_linkÜberraschende Unterstützung für Bersets Sprachendiktat

Ich weiss gar nicht, warum gemäss den Kantonen im „Sprachenstreit“ der Föderalismus an höchster Stelle stehen sollte. Diese Haltung mag in der frühen Zeit vielleicht sinnvoll gewesen sein, aber heute, wo die Familien zu „Flexibilität“ gerufen sind, und ein Umzug in einen anderen Kanton mit einem völlig anderen Schulsystem den Kindern viele Probleme schafft, hat die Vereinheitlichung des Systems viele höhere Priorität, als das „Gärtchendenken“. Es ist schon  richtig, dass die Kantone da Gegendruck bekommen. Dazu soll der Unterricht in Französisch auch heute vor Englisch beginnen. Selbstverständlich muss der Unterricht altersgemäss erteilt werden – Wörtchen und Grammatik büffeln gehört da nicht dazu.

V-Projekt: «Die Zeit wird langsam knapp»

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Die Erneuerung der Männlichenbahn ist auch gar nicht umstritten und da soll man mit den Arbeiten doch einfach beginnen. Doch die Verknüpfung mit dem Ast zum Eigergletscher mit der massiven Beeinträchtigung der Landschaft darf so nicht geschehen. Dieser Teil ist auch gar nicht für den Wintertourismus geplant, sondern für den Massentourismus aufs Joch, von dem Grindelwald als Dorf gar nichts hat. Zudem ist das Joch jetzt schon meistens überbelegt – eine Erhöhung der Frequenzen also unmöglich. Nein Herr Kessler, nicht Demokratieverständnis fehlt den Gegnern, sondern Ihre Zwängerei ist stossend.

Neuer Anlauf für Rosengarten-Bähnli

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Die Grundidee ist sicher prüfenswert, aber das Projekt müsste wohl noch tüchtig überarbeitet werden. Die Kabine macht mir auf der Zeichnung nicht den Eindruck von „filigran“, auch die Stationen sind eher wuchtig und die Linenführung muss ebenfalls überdenkt werden, damit der Spazierweg nicht aufgegeben werden muss. Neben der Technik ist die Ästhetik ein ebenso wichtiger Punkt.

Halbtax-Kunden können Swiss Pass in der Tasche lassen

external_linkHalbtax-Kunden können Swiss Pass in der Tasche lassen

Swisspass jetzt in der Tasche lassen? Wofür hat man ihn den entwickelt, wenn die Information des Halbtax bereits auf dem Billett enthalten ist? Einmal mehr wird deutlich, was für ein Gebastel dieser Swisspass ist und wie viel zu früh man das auf den Kunden und das Kontrollpersonal losgelassen hat – aber ja, man wollte die Daten.

Gotthard-Zeremonie: «Wir Christen haben uns lächerlich gemacht»

external_linkGotthard-Zeremonie: «Wir Christen haben uns lächerlich gemacht»

Diese ganze Aktion ist überhaupt nicht grundlegend theologisch durchdacht und schon gar nicht klar kommuniziert worden. Geht es um einen Auftritt verschiedenen Glaubensrichtungen oder geht es um Segnung? Reformierte segnen nämlich keine Dinge – also kann ein solcher Vertreter höchstens als Wasserträger funktionieren. Und Herr Rein muss mir bitte auch noch dringend vermitteln, wie Konfessionslose einen Tunnel segnen wollen. Wer eine solche Feier so dilettantisch vorbereitet, macht sich lächerlich.

Service-public-Initiative verliert Mehrheit

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Ganz klar ist im heutigen Service Public nicht alles zum Besten und an vielen Orten müssten Veränderungen überdenkt, Prozesse geändert und ein Umdenken stattfinden. Trotzdem war früher nicht einfach alles besser. Aber die Initiative, die SBB, Post, Swisscom, SRF alle über den gleichen Leisten schlägt und mit populistischen Forderungen (Löhne der Mitarbeiter zB) daher kommt, ist so völlig unbrauchbar formuliert, dass man sowas im Ernst wirklich nicht akzeptieren kann. Denkzettel-Initiativen waren noch nie zielführend.


Zum Beispiel: Verglichen mit vor 15 Jahren gibt es viel mehr Züge, die Fahrpläne wurden verdichtet, das Angebot erweitert. Die Infrastruktur der SBB ist enorm teuer und der Unterhalt sehr wichtig. Zu glauben, der Service würde besser, wenn Meyer weniger verdient, ist ja dann ziemlich naiv.


Ach je, solch wirre Ohrfeigen- und Denkzettel-Initiativen bringen nun wirklich gar nichts. Lese ich da auch zwischen den Zeilen den Wunsch nach Privatisierung? Sie meinen doch nicht im Ernst, damit wäre den Kunden dann wirklich geholfen?

Werden Zugreisende nie wieder die Kirche von Wassen sehen?

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Man ist also daran, die selben Fehler wie beim Furkatunnel wieder zu machen. Diese historisch überaus wertvolle Anlage aufgeben – und dann in paar Jahren mühsam wieder für den Betrieb herrichten. Nein, dieses Kulturerbe (wenn auch nicht eingetragen) muss dringend erhalten bleiben. Fortschritt ja – aber nicht unter der Aufgabe und dem Vergessen der Geschichte – denn ohne Wurzeln gibts keine Zukunft.